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Curriculum

Sechs Module für Stimme, Körper und Auftritt

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Das Curriculum führt von der körperlichen Grundlage über Atem und Stimme zur bewussten Gestaltung des Auftritts. Hier lesen Sie, was jedes Modul enthält und was Sie mitnehmen.

01Somatische Körperausrichtung

Sie üben Stand, Beckenstellung und Schultern im Wechsel von Ruhe und Bewegung. Spiegelarbeit und Partnerübungen zeigen, wo Spannung sitzt. Ergebnis ist eine Haltung, die Sie auch unter Aufregung wiederfinden und die dem Atem Raum lässt.

02Diaphragmale Stimmkraft

Sie lernen, tief in die Flanken zu atmen und den Ausatem zu führen. Summ- und Resonanzübungen öffnen Brust- und Kopfstimme. Am Ende sprechen Sie längere Passagen ruhig und tragfähig, ohne den Hals zu belasten.

03Theatrale Präsenz

Mit Übungen aus dem Schauspiel arbeiten Sie an Pausen, Blickkontakt und Wegen im Raum. Sie erproben, wie Stille Aussagen hervorhebt. Danach setzen Sie Gesten und Bewegung gezielt ein, statt sie dem Zufall zu überlassen.

04Privates Einzelcoaching

Sie bringen Ihren Vortrag mit, wir arbeiten an Atem, Betonung und Auftreten in genau diesem Text. Aufnahmen und Rückmeldung machen Fortschritte sichtbar. Ergebnis ist ein Auftritt, der zu Ihrer Person und Ihrem Anlass passt.

05Intensivtage für Stimme und Körper

An einem Tag vertiefen Sie Atmung, Resonanz und Bewegung in kleiner Runde. Der Wechsel von Einzel-, Partner- und Gruppenübungen hält die Konzentration. Sie nehmen einen klaren Übungsplan für die Wochen danach mit nach Hause.

06Private Masterclass

In geschlossener, kleiner Runde tragen Sie Keynotes oder Reden vor. Jede Person erhält ruhige Rückmeldung zu Stimme, Haltung und Aufbau, Wiederholungen schärfen die Wirkung. Sie verlassen die Runde mit einem erprobten Vortrag und konkreten Hinweisen.

Praxis

Wie die Arbeit im Studio abläuft

Die Arbeit folgt einem ruhigen, wiederkehrenden Rhythmus. Wir beginnen mit Ihrem Anlass und enden mit Übungen für den Alltag. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf, und Sie bestimmen das Tempo mit.

  1. Erstgespräch zu Ihrem Anlass

    Wir sprechen über Ihre Rolle, Ihre Vorträge und das, was Sie stört oder unterstützen soll. Dabei hören wir auch auf Ihre Stimme und beobachten Ihren Stand. So entsteht ein erstes Bild Ihrer Ausgangslage.

    Was Sie mitnehmen

    Eine gemeinsame Einschätzung, welche Module für Sie sinnvoll sind.

  2. Körper und Atem ausrichten

    Sie beginnen mit Haltung, Stand und Atemraum. Einfache Übungen im Stehen und Gehen zeigen, wo Spannung Ihre Stimme begrenzt. Wir korrigieren behutsam und erklären, was Sie spüren sollen.

    Was Sie mitnehmen

    Eine ruhige Grundhaltung, die Sie selbstständig wiederfinden können.

  3. Stimme aufbauen

    Auf der Grundlage von Atem und Stand erweitern Sie Resonanz und Tragfähigkeit. Sie sprechen kurze Texte, dann längere Abschnitte, und achten auf Klang statt auf Lautstärke. Wir geben Rückmeldung nach jedem Durchgang.

    Was Sie mitnehmen

    Eine belastbare, ruhige Stimme für längere Vorträge.

  4. Auftritt gestalten

    Nun arbeiten Sie an Pausen, Blick und Bewegung mit Ihrem eigenen Text. Wir probieren Varianten, bis sie sich stimmig anfühlen. Aufnahmen helfen, Wirkung und Selbstwahrnehmung abzugleichen.

    Was Sie mitnehmen

    Ein erprobter Auftritt mit bewusst gesetzten Pausen und Gesten.

  5. Übungen für den Alltag festlegen

    Zum Schluss legen wir fest, was Sie zwischen den Terminen üben und worauf Sie vor dem nächsten Auftritt achten. Die Übungen sind kurz und lassen sich in den Tagesablauf einfügen.

    Was Sie mitnehmen

    Ein persönlicher, knapper Übungsplan für die Zeit nach dem Termin.

So bereiten Sie sich vor

Gute Vorbereitung macht die Zeit im Studio wirksamer. Sie brauchen dafür keine besonderen Kenntnisse, nur etwas Aufmerksamkeit für sich selbst. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, ruhig zu beginnen.

Überlegen Sie vorab, in welchen Situationen Sie sich vor Publikum unsicher fühlen. Das kann das Zittern der Stimme zu Beginn sein, ein zu schneller Redefluss oder Verspannung in Schultern und Nacken. Je genauer Sie das beschreiben, desto gezielter können wir die Übungen auswählen und die passende Reihenfolge der Module festlegen.

Bringen Sie, wenn möglich, einen Text mit, den Sie tatsächlich vortragen werden. Er muss nicht fertig sein. Ein Entwurf genügt, um zu zeigen, wo Sie atmen, wo Sie hetzen und wo eine Pause fehlt. An eigenem Material lernen Sie schneller als an Übungstexten, weil es Ihre Worte sind.

Tragen Sie bequeme Kleidung, die Bewegung zulässt, und feste Schuhe oder Socken. Wir arbeiten im Stehen, am Boden und in Bewegung. Essen Sie vorher nichts Schweres, damit sich der Atem frei im Bauchraum ausbreiten kann. Ein Glas Wasser steht im Studio bereit.

Rechnen Sie zwischen den Terminen mit kurzen Übungen, nicht mit langen Trainingseinheiten. Wenige Minuten Atemarbeit am Morgen und eine Haltungsübung vor dem Vortrag reichen oft aus. Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer, und genau darauf bauen unsere Übungspläne auf.

Seien Sie nachsichtig mit sich. Gewohnheiten in Atmung und Haltung haben sich über Jahre gebildet und ändern sich nicht an einem Tag. Fortschritte zeigen sich zuerst im Spüren, dann im Klang und zuletzt im Auftritt. Wir begleiten Sie dabei in Ihrem Tempo.